Cisnădie: Unterschied zwischen den Versionen

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Cisnadie (Heltau) galt seit dem 15. Jh. ale eine der stärksten [[Kichenburgen]]. Außer dem mächtigen Westturm war auch der [[Chor]] und die beiden Flügel des [[Querschiff]]es stark befestigt. Durch Erhöhung mit mehreren Wehrgeschossen wurden die die Eingänge von Norden und Süden gesichert. Das Südportal ist got. Die [[Wehrkirche]] umgibt einen dreifache [[Ringmauer]]. Die Türken haben sie 1658 vergeblich belagert.<ref>Georg Oprescu: Die Wehrkirchen in Siebenbürgen. Dresden 1961, 19.</ref>
Cisnădie (Heltau) galt seit dem 15. Jh. ale eine der stärksten [[Kichenburgen]]. Außer dem mächtigen Westturm war auch der [[Chor]] und die beiden Flügel des [[Querschiff]]es stark befestigt. Durch Erhöhung mit mehreren Wehrgeschossen wurden die die Eingänge von Norden und Süden gesichert. Das Südportal ist got. Die [[Wehrkirche]] umgibt einen dreifache [[Ringmauer]]. Die Türken haben sie 1658 vergeblich belagert.<ref>Georg Oprescu: Die Wehrkirchen in Siebenbürgen. Dresden 1961, 19.</ref>


Die Kirche von Cisnadie (Heltau) war ursprünglich romanisch. Sie hatte ungefähr den gleichen Grundriß wie die von Cisnadioara (Michelsberg), nur war sie viel größer. Im 15. Jh. wurde sie in got. Stil neu erbaut und dabei stark befestigt. Der Westturm mit seinem rom. Portal gehört noch zum ursprünglichen Bau.<ref>Georg Oprescu: Die Wehrkirchen in Siebenbürgen. Dresden 1961, 18.</ref>
Die Kirche von Cisnădie (Heltau) war ursprünglich romanisch. Sie hatte ungefähr den gleichen Grundriß wie die von [[Cisnădioara]] (Michelsberg), nur war sie viel größer. Im 15. Jh. wurde sie in got. Stil neu erbaut und dabei stark befestigt. Der Westturm mit seinem rom. Portal gehört noch zum ursprünglichen Bau.<ref>Georg Oprescu: Die Wehrkirchen in Siebenbürgen. Dresden 1961, 18.</ref>


Die reichen Gemeindemitglieder schenkten der Kirche viele Kunstwerke. Die meisten von ihnen sind heute in ungarischen Museen oder in [[Sibiu]] (Hermannstadt). Im Chor ist Reste von [[Fresken]] aus dem 15. Jh., darunter die Anbetung der Hl. Drei Könige. Im südl. [[Seitenschiff]] dient ein Kupferbehälter mit einer Inschrift in arabischer Sprache als Taufbecken. Er stammt aus Ägypten oder der Türkei und wurde im 17. Jh. der Kirche gestiftet. Im selben Raum steht ein primitiv behauener Stein mit zwei sich anblickenden Köpfe.<ref>Georg Oprescu: Die Wehrkirchen in Siebenbürgen. Dresden 1961, 19.</ref>
Die reichen Gemeindemitglieder schenkten der Kirche viele Kunstwerke. Die meisten von ihnen sind heute in ungarischen Museen oder in [[Sibiu]] (Hermannstadt). Im Chor ist Reste von [[Fresken]] aus dem 15. Jh., darunter die Anbetung der Hl. Drei Könige. Im südl. [[Seitenschiff]] dient ein Kupferbehälter mit einer Inschrift in arabischer Sprache als Taufbecken. Er stammt aus Ägypten oder der Türkei und wurde im 17. Jh. der Kirche gestiftet. Im selben Raum steht ein primitiv behauener Stein mit zwei sich anblickenden Köpfe.<ref>Georg Oprescu: Die Wehrkirchen in Siebenbürgen. Dresden 1961, 19.</ref>

Aktuelle Version vom 9. Oktober 2019, 16:52 Uhr


Cisnădie (Heltau) galt seit dem 15. Jh. ale eine der stärksten Kichenburgen. Außer dem mächtigen Westturm war auch der Chor und die beiden Flügel des Querschiffes stark befestigt. Durch Erhöhung mit mehreren Wehrgeschossen wurden die die Eingänge von Norden und Süden gesichert. Das Südportal ist got. Die Wehrkirche umgibt einen dreifache Ringmauer. Die Türken haben sie 1658 vergeblich belagert.[1]

Die Kirche von Cisnădie (Heltau) war ursprünglich romanisch. Sie hatte ungefähr den gleichen Grundriß wie die von Cisnădioara (Michelsberg), nur war sie viel größer. Im 15. Jh. wurde sie in got. Stil neu erbaut und dabei stark befestigt. Der Westturm mit seinem rom. Portal gehört noch zum ursprünglichen Bau.[2]

Die reichen Gemeindemitglieder schenkten der Kirche viele Kunstwerke. Die meisten von ihnen sind heute in ungarischen Museen oder in Sibiu (Hermannstadt). Im Chor ist Reste von Fresken aus dem 15. Jh., darunter die Anbetung der Hl. Drei Könige. Im südl. Seitenschiff dient ein Kupferbehälter mit einer Inschrift in arabischer Sprache als Taufbecken. Er stammt aus Ägypten oder der Türkei und wurde im 17. Jh. der Kirche gestiftet. Im selben Raum steht ein primitiv behauener Stein mit zwei sich anblickenden Köpfe.[3]


Anhang

Anmerkungen


Einzelnachweise

  1. Georg Oprescu: Die Wehrkirchen in Siebenbürgen. Dresden 1961, 19.
  2. Georg Oprescu: Die Wehrkirchen in Siebenbürgen. Dresden 1961, 18.
  3. Georg Oprescu: Die Wehrkirchen in Siebenbürgen. Dresden 1961, 19.